
Fassadendämmung – Alles, was du wissen musst
Ohne ausreichende Dämmung entweichen bis zu 25 % der Wärme über die Außenwände, was nicht nur finanzielle Auswirkungen hat, sondern auch klimaschädliche CO₂-Emissionen verursacht.
Das Thema kurz und kompakt
Eine gut geplante Fassadendämmung bietet viele Vorteile: Sie reduziert den Energieverbrauch, verbessert den Wohnkomfort durch gleichmäßige Temperaturen und verhindert Feuchtigkeitsschäden. Zudem gibt es attraktive Förderprogramme, die die Investition erleichtern. Doch welche Dämmmethoden sind sinnvoll? Welche Materialien sind geeignet? Und mit welchen Kosten musst du rechnen?
In diesem Artikel erfährst du:
Welche Methoden & Materialien für die Fassadendämmung existieren.
Wie hoch die Sanierungskosten sind und welche Förderungen du nutzen kannst.
Den Ablauf einer Dämmung, von der Planung bis zur Umsetzung.
Warum lohnt sich eine Fassadendämmung?
Energie sparen: Eine gut gedämmte Fassade kann den Wärmeverlust drastisch reduzieren und die Heizkosten um bis zu 50 % senken. Dies entlastet nicht nur deine Geldbörse, sondern auch die Umwelt.
Besserer Wohnkomfort: Schluss mit ungemütlicher Zugluft und kalten Wänden. Eine Fassadendämmung schafft angenehme Raumtemperaturen, sodass dein Zuhause im Winter warm und im Sommer angenehm kühl bleibt.
Schallschutz: Zusätzlich zur Wärmedämmung verbessert eine gedämmte Fassade auch die Schalldämmung. Der Lärm von außen wird reduziert, was besonders in lauten Stadtgebieten ein echter Vorteil ist.
Nachhaltigkeit: Wer seine Fassade dämmt, leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Durch eine bessere Dämmung sinkt der Energieverbrauch und damit auch die CO₂-Emissionen.
Werterhalt & Immobilienwertsteigerung: Eine energetisch sanierte Immobilie ist attraktiver für Käufer und Mieter. Eine effiziente Dämmung kann den Wiederverkaufswert deutlich steigern.
Fördermöglichkeiten: Um die Kosten der energetischen Sanierung zu senken, gibt es attraktive Förderungen. Über das BAFA kannst du bis zu 20 % Zuschuss erhalten, oder die Kosten über die Steuer (nach §35c EStG) absetzen.
Welche Methoden gibt es? Schauen wir uns die gängigsten Varianten an.
Welche Methoden der Fassadendämmung gibt es?
Die Wahl der richtigen Fassadendämmung hängt von verschiedenen Faktoren wie Bauweise, Budget und gewünschten Energieeinsparungen ab. Hier sind die vier wichtigsten Methoden im Überblick:
Kerndämmung
Die Kerndämmung eignet sich besonders für Gebäude mit einem zweischaligen Mauerwerk. Dabei wird das Dämmmaterial in den Hohlraum zwischen den Mauerschalen eingebracht. Besonders vorteilhaft ist, dass diese Methode kostengünstig und schnell umzusetzen ist, ohne die Fassade optisch zu verändern. Häufig verwendete Materialien sind Mineralwolle oder EPS-Granulat, da sie eine gute Wärmedämmung gewährleisten und sich problemlos in den Hohlraum einbringen lassen.
Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) besteht aus einer Dämmschicht, die von außen auf die Fassade aufgebracht und anschließend verputzt wird. Diese Methode verbessert den U-Wert erheblich, was zu einer deutlichen Heizkostenersparnis führt. Besonders gebräuchliche Dämmstoffe sind EPS, Mineralwolle und Holzfaserplatten, die sich je nach Anforderungen individuell auswählen lassen.
Vorhangfassade
Eine Vorhangfassade ist eine hinterlüftete Konstruktion, die für eine kontinuierliche Hinterlüftung sorgt und somit Feuchtigkeitsprobleme verhindert. Diese Art der Dämmsysteme eignet sich besonders für hochwertige Sanierungen und Neubauten. Dabei können Materialien wie XPS, Holzfaserplatten oder auch Steinwolle verwendet werden. Die Montage erfolgt auf einem Ankersystem, das die Dämmplatten sicher hält und eine moderne Optik ermöglicht.
Innendämmung
Für denkmalgeschützte Gebäude oder wenn eine Außendämmung nicht möglich ist, kommt die Innendämmung infrage. Dabei wird die Dämmung an den Innenwänden angebracht. Allerdings sollte sie mit einer Dampfsperre versehen werden, um Feuchtigkeitsprobleme und Schimmelbildung zu vermeiden. Ein großer Nachteil ist der leichte Wohnraumverlust, da die Dämmschicht innen aufgebracht wird.
Doch was kostet das eigentlich? Kommen wir nun zu den Sanierungskosten und Förderprogrammen.
Was kostet eine Fassadendämmung & welche Förderungen gibt es?
Die Fassadendämmung kann sich finanziell lohnen, aber zunächst fallen Investitionskosten an. Diese variieren je nach Verfahren und Materialwahl. Gleichzeitig gibt es attraktive Förderprogramme vom Staat, die einen Teil der Kosten übernehmen.
Dämmverfahren | Preisspanne (€/m²) | Förderfähig? |
---|---|---|
Kerndämmung | 30 – 50 € | BAFA, Steuer (§35c EStG) |
WDVS | 90 – 150 € | BAFA, KfW |
Vorhangfassade | 150 – 250 € | KfW |
So läuft eine Fassadendämmung ab
Beratung & Analyse: Der erste Schritt ist die Analyse des Gebäudes. Fachleute prüfen den Zustand der Fassade, berechnen den U-Wert und wählen die geeignete Dämmtechnik. Unterschiedliche Methoden wie Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder Kerndämmung werden in Betracht gezogen.
Planung & Angebot: Ist die optimale Lösung gefunden, erfolgt eine detaillierte Planung. Hierbei werden Materialien festgelegt, ein genauer Kostenplan erstellt und potenzielle Förderprogramme berücksichtigt.
Ausführung: Nun beginnen die eigentlichen Arbeiten. Je nach gewählter Methode wird das Dämmmaterial, etwa Mineralwolle oder EPS, angebracht. Bei einem WDVS gehört das Verputzen zum Standardprozess, während eine Vorhangfassade eine Tragkonstruktion benötigt.
Abschluss & Qualitätssicherung: Nach der Montage erfolgen Endkontrollen. Hierbei wird auf Aspekte wie Wärmebrücken und Dampfsperren geachtet, um bestmögliche Energieeffizienz zu gewährleisten. Abschließend können entsprechende Förderanträge gestellt werden.
Häufige Fragen rund um die Fassadendämmung
Jetzt Anfrage stellen
Lass Dich schnell und kostenfrei von einem unserer Experten beraten.

Kostenlosen Dämmleitfaden 2025 herunterladen
52 Seiten geballtes Wissen – erfahre alles über staatliche Förderungen und wie Du bis zu 50 % Heizkosten sparen kannst!