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Zweischaliges Mauerwerk: Aufbau, Vorteile und Dämmung einfach erklärt

Der Wandaufbau ist entscheidend für deinen Energieverbrauch und seine Verbesserungspotenziale. Ein zweischaliges Mauerwerk ist typisch für Häuser, die zwischen den 1920er- und 1990er-Jahren errichtet wurden. Es erfüllt wichtige Funktionen im Hinblick auf Feuchteschutz, Schallschutz und Wärmewirkung – vorausgesetzt, es ist richtig aufgebaut und ggf. gedämmt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du erkennst, ob dein Haus diese Bauweise nutzt, wie du es effizient dämmen kannst und welche Förderungen es dafür gibt.

Übersicht der Baujahre mit Schichtaufbau

Zeitraum Wandaufbau Dämmstandard / Wärmeschutz
1880–1918 (Gründerzeit, Jugendstil) Vollziegelmauerwerk (30–50 cm) oder Fachwerk mit Ausfachung (Ziegel, Bruchstein) Keine Dämmung, sehr hohe Transmissionswärmeverluste
1918–1945 (Zwischenkriegszeit, Siedlungsbau) Massive Ziegel- oder Mischmauerwerke, oft 30–40 cm Keine Dämmung, teils schwache Putze als Witterungsschutz
1920–1960 (Vorkriegs- und Wiederaufbauphase) Massive Hinterwand + Luftschicht + Verblendmauerwerk (Klinker) Keine Dämmung, schlechter U-Wert durch ungedämmte Luftschicht
1960–1980 Hintermauerwerk (Ziegel, Bims, Beton) + Luftschicht + Verblender oder Sichtbeton Teilweise mit einfacher Kerndämmung (2–4 cm Mineralwolle, Perlite, Schaumglasgranulat)
1980–1995 Hintermauerwerk + verbesserte Kerndämmung (6–8 cm) + Verblendmauerwerk Deutlich verbesserter Wärmeschutz, U-Werte deutlich reduziert
ab 1995 Einschalig massive Wände (Porenbeton, Hochlochziegel, Kalksandstein) mit zusätzlicher Außendämmung (WDVS) oder integrierter Dämmung Guter bis sehr guter Wärmeschutz, U-Wert < 0,35 W/(m²K)
ab 2002 (EnEV-Zeit) Hochdämmende monolithische Wand (Porenbeton, Ziegel mit Perlitfüllung) oder mehrschalig mit WDVS EnEV-konform, U-Werte zwischen 0,20–0,30 W/(m²K)
ab 2016 (GEG) Effizienzhaus-Standard, hochgedämmte Außenwände (15–20 cm WDVS oder hochdämmende Ziegel) Niedrigenergiehaus-Standard, U-Werte < 0,24 W/(m²K)


Ein kurzer Blick aufs Baujahr deines Hauses kann also schon erste Hinweise liefern. Doch auch bei älteren Gebäuden, vor allem aus den 1960er bis 1980er Jahren, lässt sich durch nachträgliche Kerndämmung noch viel gewinnen – finanziell und energetisch.

Wenn du mehr erfahren möchtest, wie du dein eigenes Haus analysieren kannst, lies im nächsten Abschnitt weiter. Dort zeige ich dir einfache Möglichkeiten, wie du ein zweischaliges Mauerwerk sicher erkennst.

Norm / Regelwerk Inhalt
DIN 1053 Bauweise von Mauerwerk – regelt u.a. statische Nachweise, erforderliche Mauerwerkssperren, Baustoffe wie Kalksandstein oder Ziegel, sowie die Ausführung der Stoßfugen.
EnEV (alt) / GEG (neu) Richtlinie zur Energieeffizienz und Wärmedämmung. Heute durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Vorgaben für Dämmstoffdicke und Maßgaben rund um den erlaubten U-Wert.
Bauordnung Landesrechtliche Regelung. Beinhaltet bauphysikalische Anforderungen, insbesondere zu Schlagregenschutz, Feuchteschutz und Brandschutz im Bestand.


Wer mit einem professionellen Partner wie VARM arbeitet, kann sicher sein, dass alle relevanten technischen Standards eingehalten werden – insbesondere auch bei Planung und Umsetzung von Dämmmaßnahmen wie der Kerndämmung zweischaliger Wandkonstruktionen.

Häufige Fragen zum zweischaligen Mauerwerk

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